Einkaufssimulator
Einkaufen ist für uns Erwachsene eine Selbstverständlichkeit – tatsächlich ist es eine komplexe Handlungskette: überlegen, was fehlt, es im Regal wiederfinden, in den Wagen legen und an der Kasse den passenden Betrag hinlegen. Der Einkaufssimulator zerlegt diesen Ablauf in genau diese Schritte und macht vor allem den letzten – das Bezahlen – beliebig oft wiederholbar.
Für Schülerinnen und Schüler im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und in der Werkstatt-Vorbereitung ist das viel wert: Sie können den Ablauf in Ruhe automatisieren, bevor sie ihn im echten Supermarkt unter Zeitdruck und mit Publikum bewältigen müssen. Oder die Realsituation wird im Nachhinein bewusst in einzelne Handlungsschritte unterteilt, um sie dann im Rollenspiel zu üben. Auch in der Ergotherapie und im häuslichen Alltagstraining lässt sich damit hervorragend arbeiten – die Rollen sind schnell verteilt und jeder weiß sofort, was zu tun ist.
Je nach Entwicklungsstufe der Schülerinnen und Schüler beim Umgang mit Geld können die Preise der Waren entsprechend angepasst werden, um den Bezahlvorgang mathematisch bewältigen zu können. Wer den Zugang zum komplexen Thema „Geld“ noch nicht gefunden hat, bezahlt dann vielleicht mit Karte.
Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet
Produktsicherheit: Herstellerin aller Produkte ist „Barbara Hasenbein – Fördermaterial mit System“, Schwester-Constantine-Straße 7, 33100 Paderborn, info@foerdermaterial-hasenbein.de. Ausnahmen sind gesondert gekennzeichnet.
Vorbereitung: Mit dem Folienstift werden die eckigen Bildkärtchen mit Preisen versehen. (Spiel-)Geld für die Kasse und den Käufer wird bereitgelegt. Für das Rollenspiel werden die Aufgaben verteilt: Käufer, Verkäufer, Kassierer.
1. Zuhause: „Welche Dinge möchtest du einkaufen? Suche sie anhand der runden Kärtchen aus und hefte sie auf die Einkaufsliste!“
2. Im Geschäft: „Geh mit deiner Liste in den Laden, nimm dir den Einkaufswagen und lege die Waren aus dem Regal hinein!“ Der Verkäufer kann dir helfen.
3. An der Kasse: „Geh zur Kasse und lege die Waren auf das Band!“ Der Kassierer berechnet die Summe, es wird bezahlt und gegebenenfalls Restgeld ausgegeben.
Das Set fördert gezielt:
- Bezahlen üben: Preise lesen, den passenden Betrag zusammenlegen, bezahlen und das Rückgeld prüfen.
- Geldwertverständnis: Münzen und Scheine ihrem Wert nach einsetzen – vom glatten Eurobetrag bis zum Centbetrag.
- Lebenspraktische Kompetenz: Den vollständigen Einkaufsablauf selbstständig bewältigen.
- Handlungsplanung: Eine mehrschrittige Abfolge in der richtigen Reihenfolge umsetzen.
- Visuelle Zuordnung: Das Bild auf der Einkaufsliste im Regal wiederfinden.
- Kommunikation: Im Rollenspiel fragen, antworten und den Kaufabschluss sprachlich begleiten.
Das Anspruchsniveau steuerst du am einfachsten über die Preise: Glatte Eurobeträge, kleine Euro-Beträge mit glatten Cent-Beträgen oder realistische Preisangaben – je nach Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler. Auch die Anzahl der Waren auf der Einkaufsliste lässt sich beliebig reduzieren, zwei Artikel reichen für den Anfang völlig. Dass die Waren zu Hause rund und im Regal eckig abgebildet sind, ist übrigens kein Zufall: So wird tatsächlich gesucht und nicht nur die identische Form gematcht. Wer schon weiter ist, schreibt die Einkaufsliste selbst, statt sie zu klettern. Und für die Rolle der Kassiererin gilt: Taschenrechner erlaubt – es geht hier um den Ablauf, nicht ums Kopfrechnen.