Sortiment
Filter
Produkte filtern
Schauen und Bauen
Kinder betrachten eine Vorlage und setzen sie unmittelbar um: durch Auflegen, Stapeln oder freies Nachbauen. Auge, Hand und Konzentration bilden dabei ein starkes Trio – für den Förderunterricht und die ergotherapeutische Praxis gleichermaßen.
Türme bauen
Türme bauen: Ein Bild als Bauanleitung lesen „Kann ich den Turm so bauen wie auf der Karte?" Diese Frage stellt sich jedes Kind, das die Bildkarte vor sich liegen hat – und darin liegt der Kern der Aufgabe. Das Bild ist hier keine Illustration, sondern eine Anweisung: Welche Farbe liegt unten, welche oben, wie viele Würfel brauche ich? Alle Antworten stehen auf der Karte, man muss sie nur lesen können. Für Kinder mit Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung ist dieser Übertrag vom Bild in die eigene Handlung ein großer Schritt, und er gelingt am besten mit Material in der Hand. In der Ergotherapie kommen Auge-Hand-Koordination und räumliches Denken dazu; nach dem TEACCH®-Ansatz* lässt sich die Aufgabe als klar begrenzte Einzelarbeit strukturieren, die das Kind allein bewältigt. * TEACCH® ist eine eingetragene Marke der University of North Carolina at Chapel Hill. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorbereitung auf das Arbeiten mit Bildvorlagen empfehle ich "Farben sortieren", um Farberkennung und -zuordnung zu festigen. Weitere Bildvorlagen zum Nachbauen mit verschiedenen Materialien finden sich in der Rubrik "Schauen und Bauen".
Steckstein-Puzzle
Steckstein-Puzzle: Muster lesen und in die Hand nehmen Acht bunte Steckwürfel, acht Bildvorlagen, ein Auftrag: Bau das Muster nach. Für ein Kind mit Förderbedarf steckt darin mehr Arbeit, als die schlichte Aufgabe vermuten lässt. Erst will die Vorlage analysiert werden – welche Farbe sitzt wo, wie greifen die Steine ineinander –, und dann erst kann das Muster in die eigene Hand wandern. Die Differenzierung bringt das Set gleich mit: Vier Vorlagen zeigen das Muster flach, wie auf dem Tisch gelegt, vier zeigen es als kleinen Turm. Du kannst innerhalb derselben Station zwei Niveaus anbieten, ohne etwas vorzubereiten. In der Ergotherapie eignet sich das Material für Auge-Hand-Koordination und räumliches Denken; nach dem TEACCH®-Ansatz* ist es eine saubere Einzelarbeitsaufgabe, weil das fertige Muster die Kontrolle gleich mitliefert. * TEACCH® ist eine eingetragene Marke der University of North Carolina at Chapel Hill. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als vorbereitende Übung zu Farben und einfachen Mustern empfehle ich "Formentabelle". Wer das räumliche Denken und die Merkmalerkennung weiter vertiefen möchte, findet in "3 Merkmale finden" eine sinnvolle Erweiterung.
12 Würfel bauen
12 Würfel bauen: Anschauen – und genau das nachbauen Zwölf kleine Holzwürfel, sechs Farben, eine Bauvorlage im A6-Format. Die Frage ist schnell gestellt und alles andere als banal: Kannst du genau das nachbauen, was du siehst? Farben erkennen, Positionen prüfen, die Reihenfolge planen, Würfel für Würfel setzen – hier wird ein Bild gelesen und unmittelbar in Handlung übersetzt. Die Differenzierung steckt im Material selbst. Legst du die Vorlage flach auf den Tisch, kann das Kind die Würfel direkt daraufsetzen; das ist der einfachere Weg. Stellst du sie in den Holzaufsteller, muss die Anordnung daneben entstehen und dabei räumlich übertragen werden – ein deutlicher Sprung. Dasselbe Material, dasselbe Kind, zwei Niveaus. In der Ergotherapie lässt sich das Set für Auge-Hand-Koordination und visuelle Raumanalyse nutzen, und zu Hause versteht man die Aufgabe auf den ersten Blick. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorstufe mit weniger Teilen bieten "Türme bauen" erste Erfahrungen mit Bauvorlagen. Die nächste Komplexitätsstufe mit 18 Würfeln folgt direkt in 18 Würfel bauen. Wer eine andere Teilform erkunden möchte, findet in "Stäbchen legen" eine Erweiterung mit Richtungskomponente.
18 Würfel bauen
Diese Variante ist für Kinder gedacht, die mit zwölf Würfeln sicher und zügig bauen und mehr Herausforderung vertragen. 18 Holzwürfel in sechs Farben bedeuten drei Würfel pro Farbe statt zwei: mehr Teile auf dem Tisch, mehr Auswahl beim Suchen und komplexere Bauwerke auf den sechs Vorlagen. Anspruchsvoller wird vor allem das Sortieren, weil die Farbkombinationen mehrteiliger sind und genauer geprüft werden müssen. Holzaufsteller, flache oder aufgestellte Arbeitsweise und das gesamte Vorgehen bleiben unverändert – vertraut bleibt alles, nur der Schwierigkeitsgrad steigt.
Stäbchen legen
Stäbchen legen: Die Farbe stimmt – und die Richtung auch Beim Würfelbauen zählen Farbe und Position. Kommt ein Stäbchen ins Spiel, kommt eine Frage dazu: In welche Richtung liegt es – waagerecht, senkrecht, schräg? Diese Information muss aus dem Bild herausgelesen und in die eigene Bewegung übersetzt werden. Lagebeziehungen zu erkennen, gehört zu den Wahrnehmungsleistungen, die im Schulalltag ständig gebraucht werden, und die schmale Form verlangt beim Ablegen mehr Präzision als ein kompakter Würfel. Wie beim Würfelbauen hast du zwei Zugänge ohne Vorbereitung: Vorlage flach hinlegen und die Stäbchen direkt darauflegen – die Vorlage dient als Schablone. Oder Vorlage in den Holzaufsteller stellen, dann muss daneben gearbeitet werden, mit allem, was das an Übertragungsleistung verlangt. Zehn Vorlagen reichen für längere Arbeitsphasen; in der Ergotherapie lässt sich damit gezielt an Raumorientierung und Auge-Hand-Koordination arbeiten. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorstufe ohne Richtungskomponente empfehle ich "12 Würfel bauen". Wer zusätzlich Länge als Unterscheidungsmerkmal üben möchte, findet in "Würfelstäbe legen" den nächsten Schritt.
Würfelstäbe legen
Würfelstäbe legen: Zwei Merkmale gleichzeitig im Blick behalten Ein Würfelstab ist eine Reihe aneinandergesetzter Würfel – mal kurz, mal lang. Diese Längenvarianz hebt das Set von den übrigen Legematerialien ab: Wer einen Stab auf der Vorlage sucht, muss Farbe und Länge zugleich im Blick behalten und beides mit den Teilen auf dem Tisch abgleichen. Diskriminieren auf zwei Ebenen ist anspruchsvoll und setzt Erfahrung mit einfacheren Legesets voraus. Zehn Farben mit je zwei Exemplaren machen die Auswahl deutlich größer als bei den Würfel- oder Stäbchensätzen; entsprechend mehr Ordnung braucht der Tisch und mehr Ruhe das Kind. In der Ergotherapie lässt sich das Set gezielt für Diskriminationsleistungen einsetzen, im offenen Unterricht ist es die Station für diejenigen, die schon weiter sind. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorstufe ohne Längenkomponente eignet sich "Stäbchen legen". Wer die visuelle Analyse auf eine andere Materialart übertragen möchte, findet in "Muster legen" eine formbasierte Ergänzung.
Muster legen
Muster legen: Die Ordnung hinter dem Muster erkennen Ein Muster hat eine innere Ordnung: ein Wechsel, eine Abfolge, eine Wiederholung. Wer es nachlegt, muss diese Ordnung durchschauen – es reicht nicht, die einzelnen Plättchen zu sehen. Das ist ein anderer Blick als beim Würfelbauen: Dort geht es um die Position jedes einzelnen Teils, hier um das Prinzip, nach dem sich das Ganze aufbaut. Struktur und Regelmäßigkeit zu erkennen, ist eine eigene kognitive Leistung, die sich später beim Rechnen und beim Lesen auszahlt. Die bunten Holzplättchen liegen gut in der Hand und lassen sich sauber auf den A6-Vorlagen platzieren – flach als Schablone oder neben dem Aufsteller als Orientierung. Die acht Vorlagen sind unterschiedlich anspruchsvoll, vom schlichten Zweifarbwechsel bis zur mehrteiligen Wiederholung. In der Ergotherapie eignet sich das Set für visuelle Strukturierung und Figur-Grund-Wahrnehmung, in der Inklusionsklasse als Station, die Kinder selbstständig bearbeiten. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorstufe mit klar positionierten Einzelteilen empfehle ich "12 Würfel bauen". Wer die Strukturerkennung auf weitere Materialien übertragen möchte, findet in "Würfelstäbe legen" einen Anschluss mit Längen- und Farbdiskrimination.
Stapeltürme
Stapeltürme: Dreidimensional bauen – mit einer Stütze, die viel bewirkt Stapeln wird knifflig, sobald Farbreihenfolge und Position stimmen müssen und die Steinchen recht klein sind. Da helfen die kleinen Zähnchen an jedem Stein, die in das nächste greifen und es leichter an Ort und Stelle hält. Es braucht aber schon eine gewisse feinmotorische Sicherheit, um zum Erfolg zu gelangen. Anders als bei den übrigen Sets der Reihe „Schauen und Bauen" wird hier ausschließlich dreidimensional gebaut; die Vorlagen sind fürs Aufstellen gemacht. Damit sind die Stapeltürmchen die anspruchsvollste Station dieser Reihe und die richtige Wahl für Kinder, die flache Legeaufgaben sicher beherrschen. Die kleineren A7-Vorlagen halten die Bauwerke übersichtlich, fünf Farben mit je vier Steinchen sorgen für klare Aufgaben. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorbereitung auf das dreidimensionale Bauen empfehle ich "12 Würfel bauen", das denselben Übertragungsschritt mit flacher Variante als Einstiegsoption bietet. Als thematisch verwandtes Set mit anderem Material bietet das "Steckstein-Puzzle" mit Steckwürfeln eine gute Ergänzung zum dreidimensionalen Nachbauen.
Tangram
Bezeichnung Tangram Materialbeschreibung 7 laminierte Vorlagen (Größe 1:1) und 7 laminierte Vorlagen (verkleinert) ; ein Satz Tangram-Formen in einer Kunststoffdose Aufgabe „Lege die Figuren mit den Formen nach! Nicht immer kannst du alle Teile verwenden.“ Förderbereich Raum-Lage-Wahrnehmung; problemlösendes Denken Differenzierung - Direkt auf die 1:1 Vorlagen auflegen - Verkleinerte Vorlagen zum Nachlegen anbieten - Anzahl der zu bearbeitenden Vorlagen reduzieren - Tangram kann natürlich auch in der ursprünglichen Form gespielt werden
Plättchenraster
Bezeichnung Plättchen-Raster Materialbeschreibung 6 laminierte Muster-Vorlagen (A5) 1 laminiertes Blanko-Raster (A5) 40 farbige Plättchen (je 10 rote, gelbe, blaue, grüne) in einer Kunststoffschachtel Aufgabe - „Suche dir ein Muster aus und lege die bunten Plättchen genauso darauf!“ oder - „Suche dir ein Muster aus und lege es auf dem Raster nach!“ oder - „Suche dir ein Muster aus und lege es auf dem Tisch nach!“ Förderbereich Konzentration; Raum-Lage-Wahrnehmung in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden; Differenzierung - durch die genannten Aufgabenvarianten