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Situationsbild I - Im Wohnzimmer
Situationsbild I – Im Wohnzimmer: Vertrautes entdecken, benennen, zuordnen Sofa, Fernseher, Lampe, der Hund unter dem Tisch: Ein Wohnzimmer kennt fast jedes Kind, und diese Vertrautheit nimmt der Aufgabe die Schwere. Trotzdem steckt eine echte Denkleistung darin. Welche Gegenstände sind wirklich zu sehen? Wem gehört was? Wer tut gerade was? Während das Kind sucht und heftet, arbeitet es an der Figur-Grund-Wahrnehmung und daran, Einzelheiten aus einem Gesamtbild zu lösen. Gerade im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung oder Lernen ist die vertraute Alltagsszene ein Motivationsanker – die Kinder haben etwas zu erzählen, noch bevor die eigentliche Aufgabe beginnt. In der Inklusionsklasse trägt die klare Struktur das Material fast von allein, und in der logopädischen Praxis ergeben sich aus der Szene ganz natürliche Sprechanlässe. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorbereitung auf das Bilderlesen in Szenen empfehle ich"Einzelbilder I – Haushalt", das zunächst einfache Bild-zu-Bild-Zuordnungen ohne Szenenkontext trainiert. Als thematische Erweiterung bietet sich "Situationsbild II – Fußballplatz" an.
Situationsbild II - Fußballplatz
Situationsbild II – Auf dem Fußballplatz: Wenn Motivation die halbe Arbeit macht Kaum ein Motiv zieht Schulkinder so schnell an wie ein Fußballspiel. Diese Anziehungskraft ist der eigentliche Hebel des Sets: Die Kinder wollen das Bild verstehen, bevor jemand sie dazu auffordert. Während sie Spieler, Ausrüstung und Zuschauer heraussuchen und die Karten ans Bild heften, trainieren sie nebenbei genaues Hinsehen, Einordnen und sprachliches Beschreiben. Im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung oder Lernen entscheidet Motivation oft darüber, ob eine Aufgabe überhaupt begonnen wird. Das Fußballmotiv senkt die Hemmschwelle und beschert Erfolgserlebnisse, die weit über die Aufgabe hinaus wirken. In der Inklusionsklasse wird das Bild zum gemeinsamen Gesprächsanlass – auch Kinder ohne Förderbedarf mischen sich gern ein, und plötzlich reden alle über dasselbe. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Wer noch kein Situationsbild genutzt hat, steigt besser mit dem ruhigeren Wohnzimmermotiv ein: "Situationsbild I – Im Wohnzimmer". Als Erweiterung der Szenenanalyse bieten sich "Bilderfolgen" an, die zeitliche Abläufe ins Spiel bringen.
Einzelbilder I - Spiel und Schule
Einzelbilder I – Spiel und Schule: Mit vertrauten Gegenständen startenDas Lineal, der Radiergummi, der Ball vom Pausenhof: Diese Dinge hat jedes Kind schon hundertmal in der Hand gehabt. Der Einstieg gelingt deshalb schnell – und trotzdem entsteht eine echte Aufgabe, sobald derselbe Gegenstand als reduzierte Strichzeichnung wiedererkannt werden soll. Die ersten Zuordnungen sitzen meist sofort, und dieses frühe Gelingen trägt weit: Das Kind vertraut dem Material und sich selbst. In der Inklusionsklasse kannst du das Set ohne Vorbereitung auf den Tisch legen; die Aufgabe erklärt sich beim Ansehen. Für die Logopädie ergibt sich ein klarer Rahmen für Wortschatzarbeit rund um Schule und Spiel. Und wer zu Hause üben möchte, legt einfach los. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Wer vorher mit realen Gegenständen gearbeitet hat, kommt von "Regal einräumen" aus direkt hierher. Als thematische Erweiterung schließt "Einzelbilder II – Haushalt" nahtlos an.
Einzelbilder II - Haushalt
Einzelbilder II – Haushalt: Alltagswortschatz sichtbar machen Der Löffel in der Schublade, die Tasse im Schrank, der Stuhl am Tisch – Haushaltsgegenstände begleiten Kinder jeden Tag, meist ohne dass jemand sie benennt. Dieses Set macht den stillen Alltagswortschatz zum Lerngegenstand: Fotos von Küchenutensilien, Möbeln und Dingen des täglichen Lebens werden den passenden Zeichnungen zugeordnet. Nebenbei kommen die Kinder ins Erzählen, weil sie zu jedem Gegenstand etwas aus ihrem Zuhause beisteuern können. Das Prinzip ist dasselbe wie in Einzelbilder I – wer damit gearbeitet hat, findet sich sofort zurecht. In der Logopädie eignet sich das Set für thematische Wortschatzarbeit mit hohem Alltagsbezug. Und daheim kannst du die Karten neben den echten Löffel legen: Der Dreischritt vom Gegenstand über das Foto zur Zeichnung macht die Abstraktion erfahrbar. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Wer noch nicht mit der Reihe gearbeitet hat, steigt mit "Einzelbilder I – Spiel und Schule" ein. Wer die Abstraktionsleistung mit Tieren vertiefen möchte, findet in "Tiere einordnen" eine dreidimensionale Variante mit Holztieren.
Regal einräumen
Regal einräumen: Bilderlesen beginnt mit echten Gegenständen Damit ein Kind einem Bild entnehmen kann, was zu tun ist, muss es zuerst begreifen, dass das Bild überhaupt etwas bedeutet. Diese Einsicht – eine Zeichnung steht für einen realen Gegenstand – ist im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung eine hohe Hürde. „Regal einräumen" macht sie greifbar: Das Kind nimmt einen Alltagsgegenstand in die Hand, sucht im Sortierkasten das Fach mit der passenden S/W-Zeichnung und räumt ihn dort ein. Mehr Erklärung braucht es nicht. Der Gegenstand in der Hand, das Bild im Fach – dass beide zusammengehören, erlebt das Kind körperlich und nicht nur gedanklich. Damit ist der Sortierkasten einem reinen Bildkartensatz einen Schritt voraus. In der Ergotherapie lässt sich das Set gut für die Auge-Hand-Koordination nutzen, und wer zu Hause fördern möchte, kommt ohne jede Einweisung aus. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als nächste Stufe – vom echten Gegenstand zur Fotokarte – schließt "Tiere einordnen" nahtlos an: Dort werden Holztiere einer stilisierten Zeichnung zugeordnet, was die Abstraktion weiter erhöht. Als Alternative mit Fotos statt Realgegenständen eignet sich "Einzelbilder I – Spiel und Schule".
Tiere einordnen
Tiere einordnen: Vom Holztier zur Strichzeichnung Ein Kind nimmt das Holzpferd in die Hand, dreht es hin und her und sucht dann im Sortierkasten nach dem passenden Fach. Dort wartet kein zweites Pferd, sondern eine schlichte Zeichnung, die das Tier auf seine Umrisse reduziert – und genau an dieser Stelle wird es anspruchsvoll. Das Kind muss begreifen, dass diese stark vereinfachte Darstellung und das Tier in seiner Hand dasselbe meinen. Wer diesen Schritt geht, legt die Grundlage dafür, später auch Piktogramme, Symbole und irgendwann Schriftzeichen zu entschlüsseln. In meinem Unterricht habe ich immer wieder erlebt, dass dieser Sprung leichter gelingt, wenn die Hand mitdenken darf. Das Holztier lässt sich greifen, wenden und direkt neben das Bild legen; dieser taktile Umweg verankert den kognitiven Prozess – gerade bei Kindern mit Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung oder Lernen. Du kannst das Set in der Freiarbeit anbieten, in eine Stationsarbeit einbauen oder in der Ergo- und Sprachtherapie nutzen. Und wenn im Sachunterricht gerade Haus- und Wildtiere Thema sind, ergibt sich die Verbindung von ganz allein. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Wer noch am Anfang des Bilderlesens steht, startet mit dem direkten Objekt-Bild-Vergleich bei "Regal einräumen". Wer die Abstraktion auf Kartenebene weiterüben möchte, findet in "Einzelbilder I – Spiel und Schule" den passenden nächsten Schritt.
Fahrzeuge in die Werkstatt
Fahrzeuge in die Werkstatt: Zuordnen mit einer kleinen Geschichte drumherum „Die Fahrzeuge sind kaputt, sie müssen in die Werkstatt." Mehr Rahmenhandlung braucht es nicht, damit Kinder loslegen wollen. Jedes Spielfahrzeug bekommt seinen Platz auf der Sortiervorlage, dort, wo die passende Bildkarte liegt. Was nach Spiel aussieht, ist eine ernst zu nehmende Denkaufgabe: Das Auto in der Hand und die flache Zeichnung auf dem Papier müssen als dasselbe erkannt werden. Ein Detail macht das Set über Monate hinweg brauchbar: Die Bildkärtchen auf der Vorlage lassen sich auswechseln. Die Fahrzeuge liegen also bei jedem Durchgang woanders, und auswendig gelernte Positionen helfen dem Kind nicht weiter – es muss wirklich zuordnen. In der Ergotherapie unterstützt das Material die Auge-Hand-Koordination und die Positionswahrnehmung. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorbereitung mit realen Gegenständen eignet sich "Regal einräumen". Wer das Bilderlesen auf Kartenebene weiterüben möchte, arbeitet danach mit "Einzelbilder I – Spiel und Schule".
Türme bauen
Türme bauen: Ein Bild als Bauanleitung lesen „Kann ich den Turm so bauen wie auf der Karte?" Diese Frage stellt sich jedes Kind, das die Bildkarte vor sich liegen hat – und darin liegt der Kern der Aufgabe. Das Bild ist hier keine Illustration, sondern eine Anweisung: Welche Farbe liegt unten, welche oben, wie viele Würfel brauche ich? Alle Antworten stehen auf der Karte, man muss sie nur lesen können. Für Kinder mit Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung ist dieser Übertrag vom Bild in die eigene Handlung ein großer Schritt, und er gelingt am besten mit Material in der Hand. In der Ergotherapie kommen Auge-Hand-Koordination und räumliches Denken dazu; nach dem TEACCH®-Ansatz* lässt sich die Aufgabe als klar begrenzte Einzelarbeit strukturieren, die das Kind allein bewältigt. * TEACCH® ist eine eingetragene Marke der University of North Carolina at Chapel Hill. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorbereitung auf das Arbeiten mit Bildvorlagen empfehle ich "Farben sortieren", um Farberkennung und -zuordnung zu festigen. Weitere Bildvorlagen zum Nachbauen mit verschiedenen Materialien finden sich in der Rubrik "Schauen und Bauen".
Steckstein-Puzzle
Steckstein-Puzzle: Muster lesen und in die Hand nehmen Acht bunte Steckwürfel, acht Bildvorlagen, ein Auftrag: Bau das Muster nach. Für ein Kind mit Förderbedarf steckt darin mehr Arbeit, als die schlichte Aufgabe vermuten lässt. Erst will die Vorlage analysiert werden – welche Farbe sitzt wo, wie greifen die Steine ineinander –, und dann erst kann das Muster in die eigene Hand wandern. Die Differenzierung bringt das Set gleich mit: Vier Vorlagen zeigen das Muster flach, wie auf dem Tisch gelegt, vier zeigen es als kleinen Turm. Du kannst innerhalb derselben Station zwei Niveaus anbieten, ohne etwas vorzubereiten. In der Ergotherapie eignet sich das Material für Auge-Hand-Koordination und räumliches Denken; nach dem TEACCH®-Ansatz* ist es eine saubere Einzelarbeitsaufgabe, weil das fertige Muster die Kontrolle gleich mitliefert. * TEACCH® ist eine eingetragene Marke der University of North Carolina at Chapel Hill. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als vorbereitende Übung zu Farben und einfachen Mustern empfehle ich "Formentabelle". Wer das räumliche Denken und die Merkmalerkennung weiter vertiefen möchte, findet in "3 Merkmale finden" eine sinnvolle Erweiterung.
12 Würfel bauen
12 Würfel bauen: Anschauen – und genau das nachbauen Zwölf kleine Holzwürfel, sechs Farben, eine Bauvorlage im A6-Format. Die Frage ist schnell gestellt und alles andere als banal: Kannst du genau das nachbauen, was du siehst? Farben erkennen, Positionen prüfen, die Reihenfolge planen, Würfel für Würfel setzen – hier wird ein Bild gelesen und unmittelbar in Handlung übersetzt. Die Differenzierung steckt im Material selbst. Legst du die Vorlage flach auf den Tisch, kann das Kind die Würfel direkt daraufsetzen; das ist der einfachere Weg. Stellst du sie in den Holzaufsteller, muss die Anordnung daneben entstehen und dabei räumlich übertragen werden – ein deutlicher Sprung. Dasselbe Material, dasselbe Kind, zwei Niveaus. In der Ergotherapie lässt sich das Set für Auge-Hand-Koordination und visuelle Raumanalyse nutzen, und zu Hause versteht man die Aufgabe auf den ersten Blick. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorstufe mit weniger Teilen bieten "Türme bauen" erste Erfahrungen mit Bauvorlagen. Die nächste Komplexitätsstufe mit 18 Würfeln folgt direkt in 18 Würfel bauen. Wer eine andere Teilform erkunden möchte, findet in "Stäbchen legen" eine Erweiterung mit Richtungskomponente.
18 Würfel bauen
Diese Variante ist für Kinder gedacht, die mit zwölf Würfeln sicher und zügig bauen und mehr Herausforderung vertragen. 18 Holzwürfel in sechs Farben bedeuten drei Würfel pro Farbe statt zwei: mehr Teile auf dem Tisch, mehr Auswahl beim Suchen und komplexere Bauwerke auf den sechs Vorlagen. Anspruchsvoller wird vor allem das Sortieren, weil die Farbkombinationen mehrteiliger sind und genauer geprüft werden müssen. Holzaufsteller, flache oder aufgestellte Arbeitsweise und das gesamte Vorgehen bleiben unverändert – vertraut bleibt alles, nur der Schwierigkeitsgrad steigt.
Stäbchen legen
Stäbchen legen: Die Farbe stimmt – und die Richtung auch Beim Würfelbauen zählen Farbe und Position. Kommt ein Stäbchen ins Spiel, kommt eine Frage dazu: In welche Richtung liegt es – waagerecht, senkrecht, schräg? Diese Information muss aus dem Bild herausgelesen und in die eigene Bewegung übersetzt werden. Lagebeziehungen zu erkennen, gehört zu den Wahrnehmungsleistungen, die im Schulalltag ständig gebraucht werden, und die schmale Form verlangt beim Ablegen mehr Präzision als ein kompakter Würfel. Wie beim Würfelbauen hast du zwei Zugänge ohne Vorbereitung: Vorlage flach hinlegen und die Stäbchen direkt darauflegen – die Vorlage dient als Schablone. Oder Vorlage in den Holzaufsteller stellen, dann muss daneben gearbeitet werden, mit allem, was das an Übertragungsleistung verlangt. Zehn Vorlagen reichen für längere Arbeitsphasen; in der Ergotherapie lässt sich damit gezielt an Raumorientierung und Auge-Hand-Koordination arbeiten. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorstufe ohne Richtungskomponente empfehle ich "12 Würfel bauen". Wer zusätzlich Länge als Unterscheidungsmerkmal üben möchte, findet in "Würfelstäbe legen" den nächsten Schritt.
Würfelstäbe legen
Würfelstäbe legen: Zwei Merkmale gleichzeitig im Blick behalten Ein Würfelstab ist eine Reihe aneinandergesetzter Würfel – mal kurz, mal lang. Diese Längenvarianz hebt das Set von den übrigen Legematerialien ab: Wer einen Stab auf der Vorlage sucht, muss Farbe und Länge zugleich im Blick behalten und beides mit den Teilen auf dem Tisch abgleichen. Diskriminieren auf zwei Ebenen ist anspruchsvoll und setzt Erfahrung mit einfacheren Legesets voraus. Zehn Farben mit je zwei Exemplaren machen die Auswahl deutlich größer als bei den Würfel- oder Stäbchensätzen; entsprechend mehr Ordnung braucht der Tisch und mehr Ruhe das Kind. In der Ergotherapie lässt sich das Set gezielt für Diskriminationsleistungen einsetzen, im offenen Unterricht ist es die Station für diejenigen, die schon weiter sind. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorstufe ohne Längenkomponente eignet sich "Stäbchen legen". Wer die visuelle Analyse auf eine andere Materialart übertragen möchte, findet in "Muster legen" eine formbasierte Ergänzung.
Muster legen
Muster legen: Die Ordnung hinter dem Muster erkennen Ein Muster hat eine innere Ordnung: ein Wechsel, eine Abfolge, eine Wiederholung. Wer es nachlegt, muss diese Ordnung durchschauen – es reicht nicht, die einzelnen Plättchen zu sehen. Das ist ein anderer Blick als beim Würfelbauen: Dort geht es um die Position jedes einzelnen Teils, hier um das Prinzip, nach dem sich das Ganze aufbaut. Struktur und Regelmäßigkeit zu erkennen, ist eine eigene kognitive Leistung, die sich später beim Rechnen und beim Lesen auszahlt. Die bunten Holzplättchen liegen gut in der Hand und lassen sich sauber auf den A6-Vorlagen platzieren – flach als Schablone oder neben dem Aufsteller als Orientierung. Die acht Vorlagen sind unterschiedlich anspruchsvoll, vom schlichten Zweifarbwechsel bis zur mehrteiligen Wiederholung. In der Ergotherapie eignet sich das Set für visuelle Strukturierung und Figur-Grund-Wahrnehmung, in der Inklusionsklasse als Station, die Kinder selbstständig bearbeiten. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorstufe mit klar positionierten Einzelteilen empfehle ich "12 Würfel bauen". Wer die Strukturerkennung auf weitere Materialien übertragen möchte, findet in "Würfelstäbe legen" einen Anschluss mit Längen- und Farbdiskrimination.
Stapeltürme
Stapeltürme: Dreidimensional bauen – mit einer Stütze, die viel bewirkt Stapeln wird knifflig, sobald Farbreihenfolge und Position stimmen müssen und die Steinchen recht klein sind. Da helfen die kleinen Zähnchen an jedem Stein, die in das nächste greifen und es leichter an Ort und Stelle hält. Es braucht aber schon eine gewisse feinmotorische Sicherheit, um zum Erfolg zu gelangen. Anders als bei den übrigen Sets der Reihe „Schauen und Bauen" wird hier ausschließlich dreidimensional gebaut; die Vorlagen sind fürs Aufstellen gemacht. Damit sind die Stapeltürmchen die anspruchsvollste Station dieser Reihe und die richtige Wahl für Kinder, die flache Legeaufgaben sicher beherrschen. Die kleineren A7-Vorlagen halten die Bauwerke übersichtlich, fünf Farben mit je vier Steinchen sorgen für klare Aufgaben. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorbereitung auf das dreidimensionale Bauen empfehle ich "12 Würfel bauen", das denselben Übertragungsschritt mit flacher Variante als Einstiegsoption bietet. Als thematisch verwandtes Set mit anderem Material bietet das "Steckstein-Puzzle" mit Steckwürfeln eine gute Ergänzung zum dreidimensionalen Nachbauen.
Bilderfolge "Hände waschen"
Bilderfolge Hände waschen: Eine Routine in sechs sichtbaren Schritten Hände waschen läuft bei den meisten von uns automatisch ab. Für Kinder mit Förderbedarf ist derselbe Vorgang eine Kette von Einzelschritten, die immer wieder geübt, aber auch verstanden werden muss.. Diese Bilderfolge zerlegt die Routine in sechs überschaubare Schritte und bringt sie in eine klare Linie: Die Bildkärtchen werden von links nach rechts auf den schwarzen Klettfilzstreifen gesetzt und / oder mit den runden Nummernkärtchen wird die korrekte Reihenfolge festgelegt.Der Klettfilzstreifen macht den Unterschied zum klassischen Sortiermaterial: Ist er fertig aufgebaut, hängst du ihn neben das Waschbecken, und aus der Übung wird ein dauerhafter Handlungsplan genau dort, wo er gebraucht wird. Sichtbar machen, was sonst unsichtbar im Kopf abläuft – nach dem TEACCH®-Ansatz* ist das ein zentrales Prinzip. Für die Ergotherapie ist das Set ein sofort einsetzbares Werkzeug für lebenspraktische Fertigkeiten, und zu Hause hängt der Streifen einfach im Bad. * TEACCH® ist eine eingetragene Marke der University of North Carolina at Chapel Hill. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine EmpfehlungenAls Ergänzung im Bereich Selbstversorgungsroutinen empfehle ich "Bilderfolge An- und Ausziehen". Für den Einstieg in das Thema Sequenzieren mit sachunterrichtlichem Bezug eignen sich die Bilderfolgen "Bilderfolge Baustelle" und "Bilderfolge Baum".
Bilderfolge "An- und Ausziehen"
Bilderfolge An- und Ausziehen: Erst die Socken, dann die Schuhe Beim Anziehen gibt es Reihenfolgen, über die sich nicht verhandeln lässt: Unterwäsche vor Oberbekleidung, Socken vor Schuhen. Was uns selbstverständlich erscheint, muss vielen Kindern mit Förderbedarf ausdrücklich gezeigt werden. Die sechs Bildkärtchen bringen die Schritte von links nach rechts auf den Klettfilzstreifen und machen die innere Ordnung des Ablaufs räumlich sichtbar. Aus dem Lernmaterial wird dabei nebenbei ein Alltagshilfsmittel: Der fertige Streifen lässt sich am Kleiderschrank befestigen und bleibt dort hängen. Ein Kind, das die Routine noch nicht automatisiert hat, arbeitet sie am Streifen entlang selbstständig ab – Blick nach links, Blick nach rechts, fertig. Ergotherapeutinnen kennen dieses Prinzip der Handlungsvisualisierung; zu Hause ist es mit zwei Handgriffen installiert. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Ergänzung im Bereich Hygiene und Alltagsroutinen empfehle ich "Bilderfolge Hände waschen". Für Routinen rund ums Essen schließen "Bilderfolge Tisch decken" und "Bilderfolge Brot schmieren" direkt an.
Bilderfolge "Kakao"
Bilderfolge Kakao: Eine Küchenroutine, für die sich das Üben lohnt Kakao ist ein Ziel, für das viele Kinder gern jeden einzelnen Zwischenschritt in Kauf nehmen. Diese Motivation nutzt das Set: "Ich möchte einen Kakao trinken?!", ein Glas holen, Milch holen, Milch eingießen, Kakaopulver holen und einfüllen, umrühren, "Lecker!" – sechs Schritte auf dem Klettfilzstreifen, die eine echte Küchenhandlung abbilden. Damit reicht die Bilderfolge über das Einüben von Routinen hinaus. Wer weiß, wie Kakao gemacht wird, kann ihn irgendwann allein machen, und das ist ein spürbares Stück Selbstwirksamkeit. In der Ergotherapie eignet sich das Material für sequenzielle Handlungsplanung im lebenspraktischen Kontext; zu Hause hängt der Streifen in der Küche und begleitet das Kind beim Tun. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Erweiterung rund ums Essen empfehle ich "Bilderfolge Tisch decken" und "Bilderfolge Brot schmieren". Für Körperpflege-Routinen schließt "Bilderfolge Hände waschen" an.
Bilderfolge "Tisch decken"
Bilderfolge Tisch decken: Acht Schritte für die Gemeinschaft Den Tisch zu decken heißt, für andere etwas vorzubereiten – Teller, Gläser, Besteck, Servietten, alles an seinem Platz. Bevor daraus eine Routine wird, muss die Abfolge erarbeitet werden. Diese Bilderfolge zerlegt die Handlung in acht klar abgrenzbare Schritte, die auf dem schwarzen Klettfilzstreifen zu einem sichtbaren Plan zusammenwachsen. Acht Bildkärtchen sind die längste Sequenz im Alltagsbereich dieser Reihe, und das entspricht der tatsächlichen Komplexität der Aufgabe. Kinder, die kürzere Bilderfolgen sicher legen, finden hier die nächste Stufe. In der Schulküche hängt der fertige Streifen dort, wo gedeckt wird; zu Hause hilft er dabei, das Tischdecken schrittweise in die Hände des Kindes zu geben. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Für einfachere Alltagsroutinen mit weniger Schritten empfehle ich "Bilderfolge Hände waschen" oder "Bilderfolge Kakao". Als Ergänzung rund ums Essen schließen die Brot-Bilderfolgen "Bilderfolge Brot schmieren" direkt an.
Bilderfolge "Marmeladenbrot"
Bilderfolge Marmeladenbrot schmieren: Selbst für sich sorgen Sich ein Brot zu schmieren, ist eine Selbstständigkeit, die vielen Kindern mit Förderbedarf noch fehlt – und gerade solche Alltagskompetenzen entscheiden über Lebensqualität. Wissen, wo das Brot liegt, das Messer richtig halten, abschätzen, wie viel Marmelade nötig ist, und am Ende ein fertiges Brot vor sich haben: Die sieben Bildkärtchen auf dem Klettfilzstreifen machen diesen Weg sichtbar, von der Scheibe bis zum ersten Bissen. Die Brot-Bilderfolgen bilden eine Familie. Das Marmeladenbrot ist der Vaterartikel, an dem Format, Methodik und Schrittfolge eingeführt werden; Nougatcreme-, Käse- und Salamibrot folgen demselben Aufbau und tauschen nur den Belag. So entsteht ein kleines Curriculum zur Nahrungszubereitung, bei dem der Ablauf vertraut bleibt und sich der Inhalt ändert. In der Hauswirtschaft, in der Ergotherapie und beim begleiteten Frühstück kannst du sofort damit arbeiten. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Vorbereitung empfehle ich "Bilderfolge Kakao", das den Mahlzeitkontext einführt. Weitere Brotbeilagen mit demselben Aufbau findest du bei "Bilderfolge Nougatcremebrot", "Bilderfolge Käsebrot" und "Bilderfolge Salamibrot".
Bilderfolge "Nougatcremebrot"
Nougatcreme aufs Brot – dafür lässt sich fast jedes Kind gewinnen. Diese Variante nutzt genau das: Die Aussicht auf das fertige Schokoladenbrot trägt die Konzentration durch alle sieben Schritte. Aufbau und Methodik entsprechen "Bilderfolge Marmeladenbrot schmieren"; Klettfilzstreifen, sieben Bildkärtchen und Nummernkärtchen bleiben gleich, nur das Glas auf den Bildern ist ein anderes. Für Schulen, die das "Brot-Curriculum" über mehrere Beläge hinweg aufbauen möchten, ist das die naheliegende Ergänzung.
Bilderfolge "Käsebrot"
Käse liegt in Scheiben in der Packung, und das verändert den Ablauf: Die Scheibe muss entnommen, aufgelegt und angedrückt werden – ein anderer Handgriff als das Streichen aus dem Glas. Neben der Handlungssequenz übt diese Variante damit auch den Umgang mit scheibenförmigem Belag. Aufbau und Methodik entsprechen "Bilderfolge Marmeladenbrot". Sieben Bildkärtchen auf dem Klettfilzstreifen, Nummernkärtchen, alles in einer robusten Pappschachtel. Das Brot-Curriculum wächst so um eine weitere Belagart und um ein Stück Alltagskompetenz.
Bilderfolge "Salamibrot"
Wurst ist für viele Kinder der Lieblingsbelag und rundet das Brot-Curriculum ab. Wie beim Käse wird die Scheibe entnommen und aufs Brot gelegt – gestrichen wird nichts, dafür ist genaues Platzieren gefragt. Die sieben Bildkärtchen auf dem Klettfilzstreifen folgen dem bekannten Aufbau von "Bilderfolge Marmeladenbrot". Kinder, die andere Beläge bereits geübt haben, treffen hier auf eine vertraute Struktur mit neuem Inhalt: Das Vorgehen sitzt, das Ergebnis schmeckt anders.
Bilderfolge "Kerze"
Bilderfolge Kerze: Ein Ablauf, den man sehen kann Die Kerze brennt, sie wird kürzer, sie geht aus. Von Bild zu Bild verändert sich sichtbar dasselbe Objekt, und mehr braucht es für den Einstieg ins Sequenzieren nicht. Das Kind erlebt an einem sehr klaren Beispiel, dass eine Abfolge einer Logik gehorcht und jedes Bild seinen festen Platz darin hat. Das Motiv bringt noch etwas mit: Kerzen sind emotional besetzt, sie gehören zu Geburtstagen, zu Festen, zum Abendbrot. Dieser Alltagsbezug öffnet ganz von selbst ein Gespräch über Licht, Rituale und den vorsichtigen Umgang mit Feuer – in der Inklusionsklasse ebenso wie in der logopädischen Stunde. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als thematische Variante mit einem Bauprozess bietet sich "Bilderfolge Haus" an. Wer Alltagsroutinen als Sequenz üben möchte, findet in "Bilderfolge Hände waschen" den direkten Anschluss.
Bilderfolge "Haus"
Bilderfolge Haus: Warum das Dach zuletzt kommt Erst das Fundament, dann die Wände, dann das Dach. Diese Reihenfolge kennen Kinder vom Bauen mit Klötzen: Wer oben anfängt, hat schnell einen Haufen statt eines Hauses. Die Bilderfolge greift diese Erfahrung auf und macht sie zum Lerngegenstand – der Bauprozess wird als Bildabfolge nachvollzogen, und dabei zeigt sich, dass Reihenfolgen ihrer eigenen Logik gehorchen. Für Kinder, die Planung und Schritt-für-Schritt-Denken noch üben, ist das Motiv ein guter Zugang. In der Logopädie liefert es reichlich Stoff fürs Erzählen: Berufe, Werkzeuge, Baumaterial – und die Frage, wie das eigene Zuhause eigentlich entstanden ist. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als ergänzendes Motiv mit einer anderen Veränderungslogik bietet sich "Bilderfolge Kerze" an. Für Alltagsroutinen als Bilderfolge schließt "Bilderfolge Hände waschen" direkt an.
Bilderfolge "Schneemann"
Bilderfolge Schneemann: Eine bekannte Handlung, neu geordnet Schnee kugeln, aufeinandersetzen, Nase und Augen dazu: Einen Schneemann zu bauen, haben die meisten Kinder schon erlebt – und wer eine Handlung selbst kennt, durchschaut ihre Reihenfolge leichter. Diese Brücke zwischen eigener Erfahrung und kognitivem Ziel nutzt das Set. Die Kinder sortieren die fünf Bilder, vollziehen die Entstehung nach und sehen, wie aus einzelnen Schritten am Ende etwas Ganzes wird. Jahreszeitlich passt das Motiv in den Winter und eignet sich gut als thematischer Einstieg. In der Inklusionsklasse entsteht daraus ein gemeinsames Gespräch über Jahreszeiten und darüber, was man zusammen schafft; in der Logopädie lassen sich Erzählkompetenz und Zeitbegriffe daran üben. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Einstieg ins Thema Sequenzieren eignet sich die besonders klare Veränderungslogik der "Bilderfolge Kerze". Für Alltagsroutinen im Bereich Selbstversorgung schließt "Bilderfolge An- und Ausziehen" an.
Bilderfolge "Geschenk auspacken"
Bilderfolge Geschenk auspacken: Vorfreude als Lernmotor Ein Päckchen liegt auf dem Tisch. Schleife lösen, Papier aufreißen, Deckel abheben – und dann kommt eine Uhr zum Vorschein. Dieser Ablauf hat eine Qualität, die ihn von den Alltagsroutinen der Reihe unterscheidet: Er ist mit Vorfreude aufgeladen. Kinder bringen eigene Erinnerungen mit, an Geburtstage, an Weihnachten, an das Gefühl, wenn ein Paket für einen selbst da ist. Sequenzieren wird dadurch sofort sinnhaft. Sechs Bildkärtchen führen von der ersten Berührung bis zum Staunen über den Inhalt. Dass am Ende ein konkreter Gegenstand steht, öffnet das Gespräch: Wofür ist die Uhr, was macht man damit, wie liest man sie? Aus der Sequenzieraufgabe wird ein Einstieg in Themen wie Zeit und besondere Anlässe. In der Logopädie eignet sich das Material fürs Erzählen eigener Erlebnisse und für den Gebrauch zeitlicher Signalwörter. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als thematische Erweiterung zu anderen Ereignissen eignet sich "Bilderfolge Baustelle" (großer Entstehungsprozess) und "Bilderfolge Baum" (natürlicher Wachstumsprozess). Für Alltagsroutinen empfehle ich die Sets "Bilderfolge Hände waschen" und "Bilderfolge Tisch decken".
Bilderfolge "Baustelle Schwimmbad"
Bilderfolge Baustelle: Wie ein Freibad entsteht Bagger rücken an, das Fundament wird gegossen, das Becken wächst, Wasser läuft ein, und am Ende steht die Eröffnung. Der Bau eines Freibads zieht sich über Monate – und lässt sich doch in sechs Bildkärtchen auf dem Klettfilzstreifen fassen. Diese Bilderfolge unterscheidet sich von den Alltagsroutinen der Reihe: Das Kind ist hier nicht der Handelnde, sondern der Zuschauer. Dieser Perspektivwechsel lohnt sich. Er trainiert das Verständnis dafür, dass auch außerhalb des eigenen Alltags Dinge in Abfolgen geschehen und dass hinter jedem Ergebnis eine Geschichte steckt. Das Freibad als Ziel ist positiv besetzt – Schwimmen gehen! – und zeigt zugleich, wie viel Arbeit dorthin führt. In der Logopädie lassen sich daran Erzählkompetenz und kausale Satzstrukturen üben. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Ergänzung mit einem natürlichen Wachstumsprozess folgt "Bilderfolge Baum". Für emotionale Ereignisabläufe empfehle ich "Bilderfolge Geschenk auspacken".
Wochenkreis
Wochenkreis: Den Wochentagen eine Form geben – und sie lesen lernen Montag, Dienstag, Mittwoch... – diese Wörter begegnen uns täglich: an Türen, in Wochenplänen, auf Anzeigetafeln. Wer sie liest und in eine Reihenfolge bringt, kann seinen Alltag strukturieren und sich im Rhythmus der Woche orientieren. Der „Wochenkreis" verbindet beide Ziele in einer Aufgabe: Die sieben Wochentag-Karten werden auf der Kreisvorlage angeordnet, und dabei erschließt sich nebenbei, dass die Woche keine Liste ist, sondern ein Kreislauf, der immer von vorn beginnt. Drei Niveaustufen stecken in einem Set, ohne dass du etwas vorbereiten müsstest: die Wochentag-Karten allein sortieren, als Einstieg in die Zeitvorstellung; die Abkürzungen zuordnen (Mo, Di, Mi) als ersten Leseschritt; und schließlich die vollständig ausgeschriebenen Wörter für den sicheren Ganzworterwerb. Alle drei Stufen nutzen dasselbe Trägermaterial – du kannst sie in einer Stunde nacheinander durchgehen oder über Wochen aufeinander aufbauen. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Zum spielerischen Festigen der Wochentage eignet sich das "Wochenspiel" mit Würfel als motivierende Variante. Wer einen einfachen haptischen Zugang sucht, findet in "Wochentage klammern" ein kompaktes Anschlussmaterial.
Wochen-Spiel
Wochenspiel: Wochentage würfeln, sammeln – und dabei lesen Wer würfelt, schaut sofort genau hin: Welcher Wochentag ist das? Habe ich den schon? Wer hat die Woche zuerst voll? Das Würfelspiel verpackt das Ganzwortlesen der Wochentage in ein kompaktes Format für eine bis vier Personen. In jeder Runde passiert dasselbe: ein Wort lesen, wiedererkennen, zuordnen. Für Kinder, die klassische Übungsformate ablehnen, aber gern gewinnen, ist das oft der entscheidende Unterschied. Ein kleines Detail gibt dem Würfel Charakter: Die Sonnenseite steht für das Wochenende. Wer sie würfelt, darf sich einen Wochenendtag aussuchen – vorausgesetzt, er kann ihn benennen. So entsteht ein Sprechanlass, der den Spielfluss nicht unterbricht, sondern zu ihm gehört. Ob in der Einzelförderung, mit einem Partnerkind oder in der Kleingruppe: In der Inklusionsklasse spielt jedes Kind auf seinem Niveau mit, ohne dass du differenzieren musst. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als Einstieg in die Reihe empfehle ich den "Wochenkreis", der Reihenfolge und Lesezuordnung ohne Spieldruck einübt. Eine haptische Variante zum Einzeleinsatz bietet "Wochentage klammern".
Wochentage klammern
Wochentage klammern: Mit der Hand lesen Eine Holzklammer nehmen, das Wort auf der Karte suchen, die Klammer festklemmen – Lesen wird hier zur Handlung. Die Bewegung der Hand stützt das Wiedererkennen des Schriftbildes und gibt dem Lernvorgang eine körperliche Qualität, die rein visuelle Aufgaben nicht haben. Für Kinder, die Wörter noch nicht sicher erkennen, kann genau dieser zusätzliche Kanal den Ausschlag geben. Das Set ist kompakt und in Sekunden bereitgelegt: zwei laminierte Wochenkarten, sieben Holzklammern. Die erste Karte zeigt die Abkürzungen, die zweite die vollständig ausgeschriebenen Wörter – ein Kartenwechsel genügt, um das Niveau zu heben, und Zusatzmaterial brauchst du dafür nicht. Damit eignet sich das Set als tägliches Einstiegsritual am Morgen ebenso wie als stille Einzelarbeit in der Freiarbeit. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als systematischeres Set mit Kreisstruktur und drei Leseniveaus empfehle ich den "Wochenkreis". Wer Wochentage im Spielformat festigen möchte, findet im "Wochenspiel" eine motivierende Ergänzung.
Ganzwort: Kasse
Ganzwort: Kasse – Ein Wort in all seinen Schreibweisen erkennen „Kasse" steht auf einem Schild im Supermarkt, auf einem Aushang an der Tür, auf der Anzeige über der Warteschlange. Immer dasselbe Wort – und doch sieht es jedes Mal anders aus: mal groß, mal klein, gedruckt oder kursiv, mit oder ohne Zusatz daneben. Wer ein Alltagswort im öffentlichen Raum sicher liest, muss es in genau dieser Variabilität wiedererkennen. Das Set trainiert das: Unter 14 Wortkarten sucht das Kind alle heraus, die „Kasse" bedeuten, obwohl die Schriftbilder nie ganz identisch sind. Ganzwortlesen für den öffentlichen Raum ist funktionales Lesen – es dient der Selbstständigkeit und der Würde. Wer die Kasse findet, bezahlt selbst und muss niemanden um Hilfe bitten. Was wie eine Kleinigkeit klingt, ist für viele Kinder mit Förderbedarf ein bedeutsamer Schritt in Richtung Teilhabe. Auf diesem Set bauen alle weiteren der Reihe auf – für den Unterricht in GB- und LB-Schule, für die Ergotherapie und für Eltern, die ihr Kind auf Alltagssituationen in der Öffentlichkeit vorbereiten. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als nächstes alltagsrelevantes Ganzwort folgt "Ganzwort: Toilette". Wer Ganzworte im Kontext echter Schilder und Situationen erkennen möchte, findet in "Schilder zuordnen I" die situierte Fortsetzung.
Ganzwort: Toilette
Kaum ein Ganzwort ist alltagsrelevanter: Wer „Toilette" liest, findet das WC ohne fremde Hilfe – und behält seine Würde. Auf Schildern in Cafés, Einkaufszentren und Bahnhöfen erscheint das Wort in wechselnden Schriftarten, Größen und Varianten (WC, Toilette, Toiletten, Bad), und Verwechslungen sind schnell passiert. Diese Variante folgt der Methodik von "Ganzwort: Kasse": 14 laminierte Wortkarten werden auf der Sortiervorlage zugeordnet, Ablenkungskarten inklusive. Ein weiterer Schritt zur selbstständigen Orientierung im öffentlichen Raum.
Piktogramm: Toilette
Manchmal weist kein Wort den Weg zur Toilette, sondern ein Symbol – und manchmal ist Lesen noch keine Option. In der Realität begegnen Kindern Strichmännchen, Silhouetten und abstrakte Figuren in ganz unterschiedlichen Gestaltungen. Diese Variante trainiert das Erkennen von Toiletten-Piktogrammen in eben dieser Vielfalt und ist damit Vorstufe oder Ergänzung zum Wort-Set: 16 laminierte Bildkarten werden der Sortiervorlage zugeordnet, Ablenkungskarten inklusive; eine separate Falsch-Karte nimmt die unpassenden Piktogramme auf, damit die Aufgabe ein sauberes Ende hat. Besonders geeignet für Kinder vor dem Schriftspracherwerb und für den Einsatz in der Unterstützten Kommunikation.
Ganzworte: Damen / Herren
Zwei Wörter, eine Entscheidung – und sie hat Konsequenzen: Damen oder Herren? Gegenüber den Einzelwort-Sets liegt der Mehrwert in der Diskriminationsaufgabe. Es genügt nicht, ein Wort wiederzuerkennen; zwei ähnlich wirkende Wörter müssen voneinander getrennt und der jeweils richtigen Seite der Tabellenvorlage zugeordnet werden. 16 laminierte Wortkarten, Ablenkungskarten inklusive, machen deutlich, dass „Damen" und „Herren" nicht austauschbar sind. Eine Alltagserkenntnis, die vor jeder öffentlichen Toilette relevant wird.
Schilder zuordnen I
Schilder zuordnen I: Zeichen aus dem öffentlichen Raum verstehen Ein Feuerwehrauto – was muss in der Nähe sein? Ein Medikament – wo bekomme ich das? Tram und Zug – wo fahren die ab? Die Schilder und Symbole des öffentlichen Raums sind für die meisten Menschen unsichtbar geworden, weil sie sie automatisch lesen. Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf müssen sie sich ausdrücklich erschließen, und zwar an konkreten Situationen. Das Set bringt beides zusammen: Auf dem Tisch liegen 12 laminierte A5-Bilder von Gegenständen und Fahrzeugen aus dem öffentlichen Leben, dazu 12 Zeichenkarten in Scheckkartengröße, die zugeordnet werden wollen. Der erste Schritt ist der wichtigste: Kinder erkennen, dass Zeichen etwas bedeuten. Dass ein rotes Kreuz nicht bloß ein Symbol ist, sondern sagt: Hier gibt es Hilfe. Diese Verbindung zwischen Zeichen und Alltagsgegenstand trägt jede spätere Orientierungskompetenz. In der Ergotherapie passt das Set gut, wenn lebenspraktische Orientierung und Alltagstransfer Thema sind; in der Inklusionsklasse funktioniert es als Station, die Kinder selbstständig bearbeiten. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als inhaltliche Vorbereitung eignen sich die Ganzwort-Sets "Ganzwort: Kasse" und "Ganzwort: Toilette", die das Lesen von Alltagswörtern üben. Als Erweiterung mit Alltagssituationen statt Einzelgegenständen folgt "Schilder zuordnen II".
Schilder zuordnen II
Wer in Set I einzelne Gegenstände dem richtigen Zeichen zugeordnet hat, findet hier den nächsten Abstraktionsschritt: Statt eines Feuerwehrautos zeigt das Bild eine Szene – die Tram hält an der Haltestelle, ein Taxi fährt durch die Straße, jemandem wird die Tasche gestohlen. 11 laminierte A5-Bilder mit Alltagssituationen aus dem öffentlichen Raum treffen auf 11 Zeichenkarten in Scheckkartengröße. Die Anforderung liegt jetzt in der Deutung: Nicht der abgebildete Gegenstand entscheidet, sondern die dargestellte Situation – ein wichtiger Schritt hin zu echter Orientierungskompetenz im Alltag.
Das Vokale-Buch
Das Vokale-Buch: Selbstlaute hören, sehen und schreiben – in einer Mappe Vokale tragen jedes Wort. Wer sie sicher heraushört und mit ihrem Schriftbild verbindet, legt einen stabilen Grundstein für den gesamten Schriftspracherwerb. Das Vokale-Buch bündelt die zentralen Übungsebenen in einer handlichen A5-Ringmappe: Anlaut hören, Großbuchstaben erkennen, Kleinbuchstaben zuordnen, Buchstaben schreiben – und immer sind Bildkarten der konkrete Anker dahinter. Der beiliegende Folienstift verwandelt jede Seite in eine abwischbare Übungsfläche. Nichts wird verbraucht, nichts muss kopiert oder nachbestellt werden – ein Vorteil, den man im Fördereinsatz schnell zu schätzen weiß, wenn dasselbe Material täglich auf dem Tisch liegt. In der Logopädie eignet sich das Heft für die gezielte Arbeit an der Anlaut-Diskrimination, und für zu Hause ist das Format kompakt genug für den Küchentisch. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Zur spielerischen Vertiefung des Vokalwissens eignet sich das "Vokale-Memory". Wer alle Anlaute des Alphabets systematisch erarbeiten möchte, findet in der "Mappe zum Alphabet" den umfassenden nächsten Schritt.
Vokale-Memory
Vokale-Memory: Vokalwissen in vier Spielvarianten festigen Wie viel in diesem Memory steckt, zeigt sich erst beim Auspacken. 40 laminierte Buchstabenkarten der fünf Vokale in Groß- und Kleinschreibung treffen auf 20 Bildkarten mit Anlautmotiven – und daraus lassen sich vier Spielvarianten bilden: Großbuchstabe zu Großbuchstabe, Groß zu Klein, Großbuchstabe zu Bildkarte (Anlaut heraushören!) oder Bildkarte zu Bildkarte mit gleichem Anlaut. Aus einer einfachen Zuordnungsaufgabe wird so ein Material, das über Monate trägt. Das Memory-Format ist dabei mehr als Verpackung: Das Suchen, das Merken, die Spannung vor dem Aufdecken – all das läuft, während die Kinder nebenbei Vokale verarbeiten. Für heterogene Gruppen lässt sich das Spiel sofort anpassen, indem du die Kartenmenge reduzierst und die Zuordnungspaare mit farbigen Klebepunkten kennzeichnest. Es funktioniert allein wie zu viert, in der Logopädie ebenso wie im inklusiven Unterricht. Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen Als systematische Buchmappe zur Vokal-Arbeit ergänze ich das Set mit "Das Vokale-Buch". Die Erweiterung um die Diphthonge Au und Ei bietet "Erweiterung Vokale-Memory".