Situationsbild II - Fußballplatz
Situationsbild II – Auf dem Fußballplatz: Wenn Motivation die halbe Arbeit macht
Kaum ein Motiv zieht Schulkinder so schnell an wie ein Fußballspiel. Diese Anziehungskraft ist der eigentliche Hebel des Sets: Die Kinder wollen das Bild verstehen, bevor jemand sie dazu auffordert. Während sie Spieler, Ausrüstung und Zuschauer heraussuchen und die Karten ans Bild heften, trainieren sie nebenbei genaues Hinsehen, Einordnen und sprachliches Beschreiben.
Im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung oder Lernen entscheidet Motivation oft darüber, ob eine Aufgabe überhaupt begonnen wird. Das Fußballmotiv senkt die Hemmschwelle und beschert Erfolgserlebnisse, die weit über die Aufgabe hinaus wirken. In der Inklusionsklasse wird das Bild zum gemeinsamen Gesprächsanlass – auch Kinder ohne Förderbedarf mischen sich gern ein, und plötzlich reden alle über dasselbe.
Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen
Wer noch kein Situationsbild genutzt hat, steigt besser mit dem ruhigeren Wohnzimmermotiv ein: "Situationsbild I – Im Wohnzimmer". Als Erweiterung der Szenenanalyse bieten sich "Bilderfolgen" an, die zeitliche Abläufe ins Spiel bringen.
Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet
Produktsicherheit: Herstellerin aller Produkte ist „Barbara Hasenbein – Fördermaterial mit System“, Schwester-Constantine-Straße 7, 33100 Paderborn, info@foerdermaterial-hasenbein.de. Ausnahmen sind gesondert gekennzeichnet.
– Visuelles Fokussieren: Kinder suchen gezielt Spieler, Ausrüstung und Handlungen aus einer belebten Spielszene heraus.
– Kognitive Einordnung: Zuordnen nach Kriterien wie „Wer spielt mit?", „Was gehört zum Spiel?" oder „Was passiert gerade?"
– Sprachliche Verarbeitung: Sportbegriffe, Rollen und Handlungsverben werden situiert benannt und angewendet.
– Frageverständnis: Gezielte W-Fragen zum Bild werden durch Hantieren mit den Bildkarten beantwortet.
Der Einstieg gelingt über einfache Ja/Nein-Zuordnungen: Was ist auf dem Bild – was nicht?
Von dort aus steigert sich das Niveau zur funktionalen Einordnung nach Kriterien wie Besitz oder Tätigkeit.(Wer macht was? oder Wem gehört was?)
Für sprachlich stärkere Kinder bietet sich im Anschluss das freie Beschreiben oder Erfinden eigener Suchaufträge an.