Situationsbild I - Im Wohnzimmer
Situationsbild I – Im Wohnzimmer: Vertrautes entdecken, benennen, zuordnen
Sofa, Fernseher, Lampe, der Hund unter dem Tisch: Ein Wohnzimmer kennt fast jedes Kind, und diese Vertrautheit nimmt der Aufgabe die Schwere. Trotzdem steckt eine echte Denkleistung darin. Welche Gegenstände sind wirklich zu sehen? Wem gehört was? Wer tut gerade was? Während das Kind sucht und heftet, arbeitet es an der Figur-Grund-Wahrnehmung und daran, Einzelheiten aus einem Gesamtbild zu lösen.
Gerade im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung oder Lernen ist die vertraute Alltagsszene ein Motivationsanker – die Kinder haben etwas zu erzählen, noch bevor die eigentliche Aufgabe beginnt. In der Inklusionsklasse trägt die klare Struktur das Material fast von allein, und in der logopädischen Praxis ergeben sich aus der Szene ganz natürliche Sprechanlässe.
Schritt für Schritt zum Lernerfolg – Meine Empfehlungen
Als Vorbereitung auf das Bilderlesen in Szenen empfehle ich"Einzelbilder I – Haushalt", das zunächst einfache Bild-zu-Bild-Zuordnungen ohne Szenenkontext trainiert. Als thematische Erweiterung bietet sich "Situationsbild II – Fußballplatz" an.
Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet
Produktsicherheit: Herstellerin aller Produkte ist „Barbara Hasenbein – Fördermaterial mit System“, Schwester-Constantine-Straße 7, 33100 Paderborn, info@foerdermaterial-hasenbein.de. Ausnahmen sind gesondert gekennzeichnet.
– Visuelle Figur-Grund-Wahrnehmung: Einzelne Details werden aus einer lebendigen Alltagsszene herausgesucht und identifiziert.
– Kognitive Kategorisierung: Kinder ordnen nach Kriterien wie Vorhandensein, Besitz oder Tätigkeit – ein Schritt hin zu logischem Denken.
– Wortschatz und Sprachanbahnung: Personen, Gegenstände und Handlungen werden benannt, beschrieben und in Sätze gefasst.
– Handlungsorientiertes Frageverständnis: Gezielte Fragen werden durch konkretes Zuordnen und Hantieren mit den Bildkarten beantwortet.
Der Einstieg gelingt über einfache Ja/Nein-Zuordnungen: Was ist auf dem Bild – was nicht?
Von dort aus steigert sich das Niveau zur funktionalen Einordnung nach Kriterien wie Besitz oder Tätigkeit.(Wer macht was? oder Wem gehört was?)
Für sprachlich stärkere Kinder bietet sich im Anschluss das freie Beschreiben oder Erfinden eigener Suchaufträge an.